Die Privatabrechnung ist für die meisten Praxen zwar ein arbeitsaufwendiges aber notwendiges Übel denn ohne Privatpatienten kommt kaum noch ein Arzt aus. Denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen lange nicht mehr alle notwendigen Behandlungen und die Kosten die erstattet werden auch immer geringer im Gegensatz zu früher. Das liegt einfach daran das die Kostensätze gesenkt werden, daher muss sich ein Arzt ob er nun will oder nicht auch mit der Privatabrechnung anfreunden. Die einfachste Lösung hierbei ist für die Praxis sich eine Abrechnungsstelle zu nehmen und diese mit der Privatabrechnung zu betreuen. Allerdings müssen hierzu die Patienten die betroffen sind ihre Einwilligung geben denn die Daten die für die Privatabrechnung benötigt werden sind nach dem Datenschutzrecht ein schützenswertes Gut und das unterliegt strengen Auflagen vom Gesetzgeber.

Wenn man sich für die Variante der Abrechnungsstelle für die Privatabrechnung entscheidet sollte man erst mal die gebotenen Leistungen unter den Anbietern vergleichen es gibt hier sehr wohl Unterschiede die man sehr genau filtern sollte. Man kann sehr viel Leistung für das selbe Geld bekommen aber auch sehr wenig davon. Zu Beachten bei der Privatabrechnung ist natürlich in erster Linie das die vertraulichen Daten der Patienten auch entsprechend behandelt werden denn es geht hier nicht nur um die Daten von Diagnosen und Ähnlichem die direkt die Privatabrechnung betreffen sondern auch um persönliche Daten und um die Bonitätsprüfungen die von den Abrechnungsstellen durchgeführt werden um sicher zu gehen das der Arzt von dem Patienten auch sein Geld für die Privatabrechnung erhält. Derartige Daten sind mit sehr großer Vorsicht zu behandeln und auch entsprechend zu sichern denn hierfür muss der Patient vor der Privatabrechnung seine Zustimmung gegeben haben, ansonsten ist die Erhebung dieser Daten nicht rechtskräftig und dürfen auch nicht verarbeitet werden ohne Zustimmung.

Privatabrechnung bedeutet auch konsequente Arbeit an den Patientendaten in der Praxis auch wenn man die Privatabrechnung extern machen lässt. Arbeit in dem Fall bedeutet das die Behandlungskennziffern regelmäßig und kontinuierlich in die Software eingetragen werden denn nur so kann gewährleistet werden das die Abrechnungsstelle eine korrekte Privatabrechnung durchführen kann die ohne Beanstandungen von Seiten des Patienten aber auch des Arztes zur Zahlung gehen kann. Auf der Privatabrechnung sollten folgende Daten vorhanden sein zur Orientierung beider betroffenen Parteien:

- Name des Patienten
- Geburtsdatum
- Wohnhaft
- Datum der Behandlung
- Art der Behandlung
- Materialverbrauch
- Kosten laut Einzelbehandlung
- Zahlungsziel

Erst wenn diese Daten vorhanden sind ist die Privatabrechnung auch für Jeden verständlich und transparent. So ist gewährleistet das es auch wenn es zum Streitfall wegen der Privatabrechnung kommt für jeden ersichtlich ist worum es geht.

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